Rechner · 3 Min.
Was aus deiner Rate rechnerisch wird
Stell Rate, Laufzeit und Kaufgebühr ein und sieh drei Annahmen gleichzeitig: 0, 8 und 20 Prozent im Jahr, dazu deinen eigenen Wert bis hinunter zu minus 30 Prozent. Der Rechner trennt sauber zwischen dem, was du einzahlst, dem, was Gebühren kosten, und dem, was allein aus der Annahme stammt.
Dein Sparplan
Eine mittlere Rechengröße. Sie sagt nichts darüber, was der Kurs tatsächlich macht.
Steuerlich zählt jede einzelne Rate als eigener Kauf mit eigener Jahresfrist, § 23 Absatz 1 Nummer 2 EStG. Steuern rechnet dieses Werkzeug nicht mit.
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Waagerechte Achse: Jahre, senkrechte Achse: Wert in Euro. Gerechnet wird mit einer gleichbleibenden Jahresrendite. Steuern, Inflation und Verwahrentgelte bleiben außen vor.
Hinweis: Die Szenarien sind gewählte Annahmen, keine Prognose und kein Erfahrungswert. Der Rechner ist keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.
So rechnet das Werkzeug
Von jeder Rate geht zuerst die Kaufgebühr ab. Der Rest wird angelegt und wächst bis zum Ende der Laufzeit. Aus der jährlichen Annahme entsteht ein Monatsfaktor nach der Formel (1 plus p) hoch ein Zwölftel minus 1. Jede einzelne Rate wächst genau so viele Monate, wie ihr bis zum Ende bleiben, die erste also am längsten. Das ist die übliche Rentenformel für vorschüssige Zahlungen. Bei einer Annahme von 0 Prozent bleibt am Ende exakt die Summe der Einzahlungen abzüglich der Gebühren stehen, daran siehst du, was die Gebühr allein kostet. Der Rechner zeigt immer alle drei Vorgaben gleichzeitig, damit die Spanne sichtbar bleibt und nicht nur der schöne Fall. Die Zeile unter dem Diagramm rechnet zusätzlich einen Rücksetzer: Der Kurs fällt in den letzten zwölf Monaten um 50 Prozent, die Raten laufen währenddessen weiter.
Was ein Sparplan kann und was er nicht kann
Wer jeden Monat denselben Betrag anlegt, kauft bei hohen Kursen wenig Stück und bei niedrigen Kursen viele. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt dadurch unter dem Mittelwert der Kurse. Dieser Durchschnittskosteneffekt glättet den Zeitpunkt des Einstiegs. Das Marktrisiko senkt er nicht: Fällt der Kurs dauerhaft, fällt das Ergebnis mit, und zwar auf alle bis dahin gekauften Stücke.
Wie schnell das gehen kann, hat die Europäische Zentralbank in einem Beitrag vom 30. November 2022 mit Zahlen beschrieben: Der Bitcoin-Kurs fiel von rund 69.000 US-Dollar im November 2021 auf rund 17.000 US-Dollar Mitte Juni 2022, nach der Insolvenz von FTX im November 2022 zeitweise unter 16.000 US-Dollar. Das sind gut drei Viertel Rückgang in sieben Monaten. Die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA warnten schon im März 2022 gemeinsam: Viele Kryptowerte seien hochriskant und spekulativ, Verbraucher müssten mit dem Verlust des gesamten eingesetzten Geldes rechnen, und bei Kryptowerten greife der Schutz der EU-Finanzmarktregeln meist nicht.
Gebühren, Steuern und wo der Rechner aufhört
Der Rechner kennt nur eine Gebührenart, die prozentuale Kaufgebühr je Rate. In der Praxis kommen weitere Kosten dazu, die du selbst zusammenzählen musst.
| Kostenart | Wann sie anfällt | Wie du sie im Rechner abbildest |
|---|---|---|
| Kaufgebühr | bei jedem Kauf, meist als Prozentsatz der Rate | direkt im Regler |
| Spread | Abstand zwischen An- und Verkaufspreis, in jedem Kauf enthalten | zur Kaufgebühr addieren |
| Verwahrentgelt | laufend, je nach Anbieter jährlich auf den Bestand | von der Jahresannahme abziehen |
| Auszahlung und Netzgebühr | beim Verkauf oder beim Abziehen auf eine eigene Wallet | vom Endwert abziehen |
Steuerlich zählt jede einzelne Rate als eigener Kauf mit eigener Frist. Nach § 23 Absatz 1 Nummer 2 Einkommensteuergesetz ist der Gewinn aus einem privaten Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt. § 23 Absatz 3 Satz 5 nennt dazu eine Freigrenze: Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro beträgt. Ein Sparplan über zehn Jahre erzeugt 120 Raten mit 120 verschiedenen Stichtagen, das gehört sauber dokumentiert.
Der Rechner nimmt eine gleichbleibende Jahresrendite an. Genau so verläuft kein Kurs. Reale Verläufe springen, und die Reihenfolge der guten und schlechten Jahre verändert das Ergebnis erheblich, weil späte Verluste auf ein größeres Vermögen treffen als frühe. Inflation, Steuern, Wechselkurse und die Frage, ob es den gewählten Handelsplatz in zehn Jahren noch gibt, bleiben ebenfalls außen vor. Das Werkzeug beantwortet also eine einzige Frage: Was ergibt diese Rate bei dieser Annahme rechnerisch. Es beantwortet nicht, ob die Annahme trägt.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich monatlich in Kryptowerte anlegen?
Diese Frage beantwortet der Rechner bewusst nicht. Die Europäischen Aufsichtsbehörden nennen in ihrer Warnung vom März 2022 eine Liste von Fragen, die vor dem Kauf zu klären sind. Die erste davon lautet: Kannst du es dir leisten, das gesamte eingesetzte Geld zu verlieren? Lautet die Antwort nein, ist der Betrag zu hoch.
Warum rechnet das Werkzeug mit 0, 8 und 20 Prozent?
Die drei Werte sind Rechengrößen, keine Erwartung. Null zeigt, was Gebühren allein kosten. Acht Prozent ist eine mittlere Größe zum Vergleichen. Zwanzig Prozent zeigt die obere Kante. Über den vierten Knopf kannst du jede eigene Annahme einstellen, auch eine negative.
Senkt ein Sparplan das Risiko?
Er verteilt den Einstiegszeitpunkt und glättet damit den Einstandspreis. Das Marktrisiko bleibt vollständig bestehen. Fällt der Kurs über die Laufzeit, verliert auch der Sparplan, und mit jeder weiteren Rate wächst der Betrag, der davon betroffen ist.
Sind die Gewinne aus einem Krypto-Sparplan steuerfrei?
Nur, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt, § 23 Absatz 1 Nummer 2 Einkommensteuergesetz. Jede Rate hat ihre eigene Frist. Darunter gilt die Freigrenze von 1.000 Euro Gesamtgewinn im Kalenderjahr. Das ist keine Steuerberatung.
Warum weicht mein Depot vom Rechner ab?
Der Rechner nimmt eine gleichbleibende Jahresrendite an, echte Kurse springen. Dazu kommen Kosten, die er nicht kennt: Spread, Verwahrentgelt, Auszahlungs- und Netzgebühren. Schon ein halbes Prozent Unterschied je Kauf verschiebt das Ergebnis über zehn Jahre spürbar.
Quellen
- EU financial regulators warn consumers on the risks of crypto-assetsEBA, ESMA und EIOPA, März 2022
- Wissenslücken bei Krypto-Anlegerinnen und -AnlegernBaFin, 25. August 2026
- Bitcoin's last stand (Kursverlauf 2021 bis 2022)Europäische Zentralbank, 30. November 2022
- § 23 EStG, Private VeräußerungsgeschäfteBundesministerium der Justiz


