Rechner · 3 Min.
Wie riskant ist dein Mix?
Schiebe die fünf Regler auf die Aufteilung, die dich interessiert. Du bekommst sofort ein Ringdiagramm, die Euro-Beträge je Klasse, einen Risikowert von 1 bis 10 und die Antwort auf die unangenehme Frage: Was hätte ein Jahr wie 2022 mit diesem Mix gemacht?
Deinen Mix einstellen
Die fünf Regler werden immer auf 100 % umgerechnet. Ziehst du einen nach oben, sinken die Anteile der anderen.
Gemeint sind Münzen aus den vorderen 20 Plätzen nach Marktkapitalisierung, ohne Bitcoin und Ethereum.
Summe 100 %.
Alle fünf Regler stehen auf null. Schiebe mindestens einen nach oben, sonst gibt es nichts zu verteilen.
Beispiele zum Ausprobieren, keine Empfehlung für eine Aufteilung.
…
Der Risikowert ist eine Kennzahl dieses Werkzeugs, kein Maß aus einem Regelwerk. Die Verluste für 2022 sind bei Bitcoin und Ethereum belegt, bei den drei anderen Klassen Annahmen; unten steht, was woher stammt.
Hinweis: Der Mixer rechnet ein Szenario aus deinen eigenen Angaben nach. Er ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung für eine Aufteilung, die Verlustzahlen für 2022 sind zum Teil Annahmen.
So rechnet das Werkzeug
Der Mixer macht aus fünf Reglerstellungen zuerst Anteile. Er addiert die fünf Werte und teilt jeden einzelnen durch diese Summe, so dass am Ende immer genau 100 % herauskommen. Deshalb sinken die anderen Anteile, sobald du einen Regler nach oben ziehst. Aus den Anteilen und deinem Gesamtbetrag entstehen die Euro-Werte je Klasse.
Der Risikowert ist ein gewichteter Mittelwert. Jede Klasse bekommt eine feste Zahl zwischen 1 und 10, die Anteile sind die Gewichte. Bitcoin steht bei 5, Ethereum bei 6, große Altcoins bei 7, kleine Altcoins bei 9 und Stablecoins bei 1. Diese fünf Zahlen sind eine Setzung dieses Werkzeugs und kein Maß aus einem Regelwerk. Sie bilden ab, dass kleinere Münzen in der Regel dünnere Orderbücher, kürzere Historien und stärkere Ausschläge haben. Der Ergebniswert wird nach der Zahl eingeordnet: bis 3 defensiv, bis 6 ausgewogen, bis 8 wachstumsorientiert, darüber spekulativ. Das sind Beschreibungen des Mix, keine Empfehlungen.
Der Blick zurück auf 2022 und was daran Annahme ist
2022 ist als Testjahr geeignet, weil der gesamte Markt in einem Jahr zwei schwere Erschütterungen hatte. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich beziffert den Wertverlust des Kryptomarktes im Jahr 2022 auf mehr als 1,8 Billionen US-Dollar. Davon verschwanden allein rund 450 Milliarden US-Dollar rund um den Zusammenbruch von TerraUSD im Mai 2022 und weitere rund 200 Milliarden US-Dollar im Zuge der Insolvenz von FTX im November 2022. Für Bitcoin und Ether nennt dieselbe Quelle einen Kursrückgang von rund 75 % im Jahresverlauf. Die europäische Wertpapieraufsicht kommt für das erste Halbjahr 2022 auf einen Marktrückgang von über 60 %.
| Klasse | Risikowert | Verlust 2022 | Woher die Zahl kommt |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | 5 | 75 % | belegt: rund 75 % im Jahresverlauf 2022 |
| Ethereum | 6 | 75 % | belegt: dieselbe Quelle nennt Ether zusammen mit Bitcoin |
| Große Altcoins | 7 | 80 % | Annahme dieses Werkzeugs, etwas stärker als Bitcoin |
| Kleine Altcoins | 9 | 90 % | Annahme dieses Werkzeugs, deutlich stärker |
| Stablecoins | 1 | 0 % | Annahme: die Bindung an den US-Dollar hält das ganze Jahr |
Was Streuung innerhalb von Krypto leisten kann
Streuung wirkt nur, wenn sich die Teile unterschiedlich bewegen. Genau das ist innerhalb des Kryptomarktes schwach ausgeprägt. Die europäische Wertpapieraufsicht beschreibt die Lage in ihrer Analyse zu Kryptowerten und Finanzstabilität knapp so, dass praktisch alles mit Bitcoin korreliert; zugleich hat sie eine recht stabile positive Korrelation zum Aktienmarkt und besonders zu Technologiewerten festgestellt. Die Europäische Zentralbank kommt in ihrem Finanzstabilitätsbericht zum selben Schluss und zweifelt deshalb den Nutzen von Kryptowerten für die Streuung eines Portfolios an. Praktisch heißt das: Zehn verschiedene Münzen im Depot sind keine zehn verschiedenen Risiken, sondern meist zehnmal dasselbe Risiko in unterschiedlicher Stärke. Wer das im Mixer sehen will, schiebt die Regler hin und her: Zwischen einem reinen Bitcoin-Depot und einem Depot nur aus kleinen Altcoins liegen im Rückblick auf 2022 genau 15 Prozentpunkte, 75 % gegenüber 90 %, während allein der Stablecoin-Anteil den Wert spürbar drückt.
Die Marktkapitalisierung, also Kurs mal umlaufende Menge, ist das gebräuchliche Größenmaß hinter der Einteilung in große und kleine Altcoins. Sie sagt etwas über Handelbarkeit und Aufmerksamkeit, aber nichts über Qualität. Zur Einordnung: Die Wertpapieraufsicht bezifferte den gesamten Kryptomarkt im Juli 2022 auf rund 0,9 Billionen Euro, gegenüber rund 124 Billionen Euro an Aktien und rund 127 Billionen Euro an Anleihen weltweit.
Wo der Mixer aufhört
Der Mixer rechnet ein einziges Szenario nach, und zwar rückwärts. Er sagt nichts über die Zukunft, er kennt keine Kurse von heute und er berücksichtigt weder Gebühren noch Steuern noch den Zeitpunkt deiner Käufe. Wer über das Jahr verteilt kauft, hätte 2022 einen anderen Verlauf gehabt als jemand, der im Januar alles auf einmal gekauft hat. Auch die Einteilung in fünf Klassen ist grob: Innerhalb der kleinen Altcoins liegen zwischen einem Projekt mit echten Nutzern und einer Münze ohne Inhalt Welten, die ein Regler nicht abbildet. Und der Risikowert misst nur Kursrisiko. Das Risiko, den Zugang zu den eigenen Schlüsseln zu verlieren oder einem Betrug aufzusitzen, steckt in keiner dieser Zahlen.
Häufige Fragen
Warum springt die Summe immer auf 100 Prozent?
Weil ein Mix nur als Verhältnis Sinn ergibt. Das Werkzeug addiert die fünf Reglerwerte und teilt jeden durch diese Summe. Zwei Regler auf 50 ergeben deshalb dasselbe Bild wie zwei Regler auf 100. Was zählt, ist der Abstand der Regler zueinander, nicht ihre absolute Höhe.
Ist der Risikowert von 1 bis 10 eine offizielle Kennzahl?
Nein. Die fünf Klassenwerte sind eine Setzung dieses Werkzeugs, damit sich Mischungen überhaupt vergleichen lassen. Sie stammen aus keinem Gesetz und aus keinem Regelwerk einer Aufsichtsbehörde. Wer andere Zahlen für richtig hält, kommt zu einem anderen Ergebnis.
Warum verlieren Bitcoin und Ethereum im Rückblick gleich viel?
Weil die zitierte Quelle beide zusammen nennt und für 2022 einen Rückgang von rund 75 Prozent angibt. Genau das ist der Punkt: Die großen Münzen fielen 2022 ungefähr gleich stark. Eine Aufteilung zwischen Bitcoin und Ethereum hätte in diesem Jahr fast nichts gebracht.
Sind Stablecoins der sichere Teil im Mix?
Sie schwanken im Regelfall kaum, sicher sind sie damit nicht. TerraUSD verlor im Mai 2022 innerhalb weniger Tage fast seine gesamte Marktkapitalisierung, und selbst eine große besicherte Münze löste sich zeitweise vom Dollar. Wer Stablecoins hält, trägt das Risiko des Herausgebers und seiner Reserven.
Bleiben meine Eingaben gespeichert?
Die Reglerstellungen und der Betrag liegen im lokalen Speicher deines Browsers, damit der Mix beim nächsten Besuch noch steht. Nichts davon wird übertragen oder ausgewertet. Wer die Browserdaten für diese Seite löscht, setzt den Mixer auf die Ausgangswerte zurück.
Quellen
- Crypto shocks and retail losses (BIS Bulletin Nr. 69, 20. Februar 2023)Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
- Crypto-assets and their risks for financial stability (TRV Risk Analysis, Oktober 2022)Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde
- Stablecoins' role in crypto and beyond: functions, risks and policy (Macroprudential Bulletin, Juli 2022)Europäische Zentralbank
- Decrypting financial stability risks in crypto-asset markets (Financial Stability Review, Mai 2022)Europäische Zentralbank


