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Rechner · 2 Min.

Was bringt Staking über die Jahre?

Stelle Einsatz, jährliche Belohnung, Laufzeit und Ausschüttungsrhythmus ein. Der Rechner zeigt den Bestand am Ende in Coins und in Euro, die effektive Jahresrendite gegenüber der nominalen Rate und den Ertrag des ersten Jahres. Dazu die Risiken, die kein Rechner abbildet, und die Steuerregel in Deutschland.

Dein Einsatz

ETH

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0 %20 %
1 Jahr10 Jahre
Wie oft ausgeschüttet und wieder eingesetzt wird
minus 50 %plus 100 %
Keine Anlageberatung, keine Steuerberatung. Belohnungssatz und Kursänderung sind Annahmen, die du selbst einstellst, keine Zusage und keine Erwartung. Kein Netzwerk und keine Stelle garantiert eine Rendite, und der Einsatz kann durch Kursverluste, Sperrfristen und Strafen weniger wert sein als vorher.
Bestand nach 5 Jahren
Ertrag in Coins
Effektiv je Jahr
Wert heute
Wert am Ende
Ertrag im ersten Jahr
mit Wiederanlage ohne Wiederanlage

Die senkrechte Achse beginnt nicht bei null, damit der Abstand der beiden Linien sichtbar bleibt.

Gerechnet wird Bestand mal (1 plus Satz geteilt durch Anzahl der Ausschüttungen) hoch (Anzahl mal Jahre). Gebühren des Anbieters, Sperrfristen und Strafen sind nicht enthalten.

Was dabei schiefgehen kann

KursrisikoDie Belohnung kommt in Coins, nicht in Euro. Fällt der Kurs stärker, als der Bestand wächst, steht am Ende in Euro weniger da als am Anfang.
SperrfristDer Einsatz ist nicht sofort wieder verfügbar. Abmelden und Auszahlen dauern je nach Netzwerk Stunden bis Wochen, bei vollen Warteschlangen auch länger.
SlashingVerstößt ein Validator nachweisbar gegen die Regeln, zerstört das Protokoll einen Teil des Einsatzes und schließt ihn aus. Auch längere Ausfälle kosten kleine Beträge.
GegenparteirisikoWer den Einsatz einer verwahrenden Stelle oder einem Vertrag überlässt, trägt zusätzlich deren Risiko: Insolvenz, Fehler im Programmcode, gesperrte Auszahlungen.
ProtokolländerungenDie Belohnung hängt an der Zahl der Validatoren und an Regeln, die sich mit Netzwerk-Upgrades ändern. Ein Satz von heute gilt nicht für zehn Jahre.

Hinweis: Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung. Belohnungssatz und Kursänderung sind Annahmen, die du selbst setzt, kein Netzwerk sagt eine Rendite zu.

So rechnet das Werkzeug

Die Formel ist die klassische Zinseszinsformel: Bestand mal (1 plus Satz geteilt durch Anzahl der Ausschüttungen) hoch (Anzahl mal Jahre). Der eingestellte Prozentsatz ist die nominale Jahresrate. Wird öfter als einmal im Jahr ausgeschüttet und der Ertrag sofort wieder eingesetzt, liegt die tatsächliche Jahresrendite darüber. Bei 3,5 Prozent nominal ergibt monatliche Wiederanlage 3,56 Prozent effektiv, jährliche genau 3,5 Prozent. Zwischen monatlich und täglich liegt dabei kaum noch etwas. Der Abstand ist bei niedrigen Sätzen klein und wächst mit der Höhe: Bei 12 Prozent nominal und monatlicher Wiederanlage kommen 12,68 Prozent effektiv heraus.

Die zweite Linie im Diagramm zeigt denselben Einsatz ohne Wiederanlage, also Belohnungen, die einfach liegen bleiben. Der Abstand zwischen beiden Linien ist der Zinseszinseffekt. Für die Euro-Sicht kommen zwei weitere Annahmen dazu: der heutige Marktkurs und deine eingestellte jährliche Kursänderung. Beide sind Rechenwerte. Der Rechner sagt nichts darüber, wie sich ein Kurs entwickelt, und der eingestellte Belohnungssatz ist deine Annahme, keine Zusage eines Netzwerks.

Was beim Staking tatsächlich passiert

Bei Proof of Stake hinterlegen Teilnehmer Coins als Pfand und schlagen dafür Blöcke vor oder bestätigen die Arbeit anderer. Wer ehrlich mitarbeitet, bekommt neue Coins und Transaktionsgebühren, wer nachweisbar gegen die Regeln verstößt, verliert einen Teil des Pfands und wird ausgeschlossen. Dieses Slashing ist der Grund, warum der Einsatz überhaupt Sicherheit erzeugt.

Bei Ethereum braucht ein eigener Validator mindestens 32 ETH, seit der Anhebung der Obergrenze kann ein einzelner Validator bis zu 2.048 ETH halten. Wer weniger hat, kann sich an einem Pool beteiligen, teils schon ab 0,01 ETH, gibt dafür aber Schlüssel oder Verträge aus der Hand. Die Staking-Seite des Ethereum-Projekts weist einen laufend aktualisierten Satz aus, dort als APR bezeichnet, also die nominale Jahresrate vor Wiederanlage. Am 13. September 2026 lag er bei 2,5 Prozent. Zum selben Zeitpunkt waren dort 42.632.959 ETH hinterlegt, rund 34 Prozent aller ETH. Dieser Satz ist keine feste Größe: Je mehr Coins eingesetzt sind, desto weniger entfällt auf den einzelnen Validator.

WegMindesteinsatzWas du abgibst
Eigener Validator zu Hause32 ETHnichts, du hältst Schlüssel und betreibst den Knoten selbst
Ein Validator, mehr Einsatzbis 2.048 ETHnichts, die Obergrenze je Validator wurde angehoben
Poolab 0,01 ETHVertrauen in Verträge und Betreiber des Pools
Verwahrendes AngebotfreiSchlüssel und damit die Verfügung über die Coins
Angaben zu Ethereum nach der Staking-Seite des Ethereum-Projekts, abgerufen am 13. September 2026. Andere Netzwerke haben andere Grenzen.

Steuern in Deutschland

Erträge aus passivem Staking sind nach dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025 (Randnummer 48) in der Regel sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG, also laufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses und nicht erst beim Verkauf. Bewertet werden die zugeflossenen Coins mit dem Marktkurs im Zeitpunkt der Anschaffung, aus Vereinfachungsgründen darf unterjährig auf den Zeitpunkt der Einbuchung in die Wallet abgestellt werden. Für diese Einkünfte gilt eine eigene Freigrenze: Sie sind nach § 22 Nr. 3 Satz 2 EStG nicht steuerpflichtig, wenn sie zusammen mit anderen Einkünften aus Leistungen weniger als 256 € im Kalenderjahr betragen. Auch das ist eine Freigrenze, bei 256 € ist der volle Betrag steuerpflichtig.

Die erhaltenen Coins gelten als angeschafft und beginnen damit ihre eigene einjährige Haltefrist nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG. Eine Verlängerung dieser Frist auf zehn Jahre, wie sie Satz 4 für Wirtschaftsgüter mit Einkünfteerzielung vorsieht, kommt bei Currency und Payment Token nicht zur Anwendung, das stellt Randnummer 63 desselben Schreibens klar. Die Sorge, gestakte Coins seien zehn Jahre gebunden, ist damit erledigt.

Wo der Rechner aufhört

Er nimmt an, dass der Satz über die ganze Laufzeit gleich bleibt und dass jede Ausschüttung sofort und vollständig wieder eingesetzt wird. Beides ist in der Praxis selten. Gebühren des Anbieters, Sperr- und Wartezeiten beim Abmelden, Strafen für Ausfälle und die Kosten der Transaktionen fehlen. Die Euro-Werte hängen an einer Kursannahme, die du selbst setzt, und an einem Marktkurs, der sich alle zehn Minuten ändert. Die Steuer auf die laufenden Erträge ist nicht abgezogen. Und der Rechner unterscheidet nicht zwischen den Netzwerken: Sperrfristen, Slashing-Regeln und Ausschüttungsrhythmen sind bei Ethereum, Solana, Cardano, Polkadot und Cosmos verschieden.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen nominaler Rate und effektiver Jahresrendite?

Die nominale Rate ist der Satz vor der Wiederanlage. Wird monatlich ausgeschüttet und sofort wieder eingesetzt, verzinst sich unterjährig schon der Ertrag mit. Aus 3,5 Prozent nominal werden so 3,56 Prozent effektiv. Je höher der Satz und je häufiger die Ausschüttung, desto größer der Abstand.

Muss ich Staking-Erträge in Deutschland versteuern?

In der Regel ja. Nach dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025 sind Erträge aus passivem Staking sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG, bewertet mit dem Marktkurs im Zeitpunkt des Zuflusses. Sie bleiben steuerfrei, solange sie zusammen mit anderen Leistungseinkünften weniger als 256 € im Jahr betragen.

Verlängert sich die Haltefrist durch Staking auf zehn Jahre?

Nein. Randnummer 63 des BMF-Schreibens vom 6. März 2025 stellt klar, dass die Verlängerung nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 4 EStG bei Currency und Payment Token nicht angewendet wird. Es bleibt bei einem Jahr, auch für die erhaltenen Belohnungen ab ihrem Zufluss.

Wie viel bringt Staking bei Ethereum?

Das ändert sich laufend, weil die Belohnung von der Zahl der eingesetzten Coins abhängt. Die Staking-Seite des Ethereum-Projekts wies am 13. September 2026 eine nominale Jahresrate (dort APR genannt) von 2,5 Prozent aus, bei 42.632.959 hinterlegten ETH. Der Wert von heute ist keine Zusage für morgen.

Kann ich meinen Einsatz jederzeit abziehen?

Meist nicht sofort. Das Abmelden eines Validators und die Auszahlung brauchen Zeit, je nach Netzwerk und Andrang Stunden bis Wochen. In dieser Zeit bleibt der Einsatz dem Kursrisiko ausgesetzt, ohne dass du verkaufen kannst.

Quellen